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Schon am Rosenmontag 1967 brillierte Frank Sauer im Klassenraum der Klasse 2b der Christoph-Földerich-Schule in
Berlin mit der Teilnahme an der spontanen Darstellung einer Massenschlägerei im Western-Saloon. 2 Jahre später konnte er als Viertklässler in der Filderschule in Stetten bei Stuttgart in der Rolle des Riesen Lärmemaul
überzeugen. Natürlich sind das Erfolge, die sich so nicht wiederholen lassen. Aber die Bilanz des Kabarett-Duos "Nestbeschmutzer", dem er von 1991-2004 angehört hat, kann sich durchaus auch seh en lassen: Der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 1994, die St.Ingberter Pfanne 1999, der
Lüdenscheider Kleinkunstpreis 2000 und andere Auszeichnungen lagern ausbruchsicher in halogenbeleuch- teten Panzerglasvitrinen seiner heutigen Heimstatt im schönen Freiburg. Außerdem gehen auf sein
Konto: Die Mitbegründung des Studentenkabaretts "Die Widerha(r)ken" in Siegen, wo er Literaturwissenschaft studierte, eine Magisterarbeit zur Theorie des Kabaretts (1988) und natürlich auch die Gage. Mit seinem ersten Solo-Programm “Stocksauer”, für das er bereits mit der Tuttlinger
Krähe, dem Reinheimer Satirelöwen und dem 3. Platz beim Paulaner Solo München ausgezeichnet wurde, knüpft er an die Bühnenerfahrungen früher Tage an, denn Riese
Lärmemaul und die Schläger im Saloon hatten eines gemeinsam: sie waren nicht gut drauf...Sein zweites Programm ”Sauerei”
tobt seit Oktober 2003 über die Bühnen der Republik. Der “Meister Proper des Kabaretts” klärt uns auf über Sinn und Unsinn von Schmutz, Dreck, Megaperls und Sagrotan.
Die Mitbegründung des Kabarett-Quartetts “Heinz!” war ein weiterer Meilenstein. Zusammen mit den Kollegen Volkmar Staub, Günter Fortmeier und Florian Schroeder
wurde ein Heinz-Erhard-Abend aus der Taufe gehoben, der mit überwältigendem Erfolg durch die Stadthallen des Landes gereicht wurde. Eine Neuauflage in Triobesetzung ist für 2009 geplant.
Momentan spielt Sauer hauptsächlich sein drittes Programm: “Lieber lügen als kurze Beine.” Premiere war im Frühjahr 2007 in Freiburg. Seither ist es landauf landab zu sehen, und das ist gut so.
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